Gospelchor der Friedenskirche Letmathe

 

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Evgl. Kirchengemeinde Letmathe

Friedenskantatenaufführung
Iserlohn (Oberste Stadtkirche) 7.11.2009

 

Pressebericht aus Hamm:

 

Musikalisches Gedenken an Reichspogromnacht

10.11.2009 • Von Werner Lauterbach
HAMM - Die Festivitäten zum Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren verdeckten fast den Blick auf eines der finstersten Kapitel deutscher Geschichte: Zum 71. Mal jährte sich die Reichspogromnacht (einstmals auch als "Kristallnacht" bezeichnet): Am 9. November 1938 musste wohl auch dem letzten politisch Uninteressierten klar werden, dass den nationalsozialistischen Hasstiraden gegen alles "Undeutsche" Krieg und organisierter Völkermord folgen würden.
Die Erinnerung an die staatlich verordnete Aufgabe jedweder Menschlichkeit wurde mit einem Gedenkkonzert in der Pauluskirche im feierlich-ernsten Rahmen angemahnt. Superintendent Rüdiger Schuch und Pfarrer Michael Bethge sprachen deutliche Worte zum Versagen der Kirchen, als Synagogen geschändet und Mitbürger jüdischen Glaubens vom SA-Pöbel misshandelt wurden.
So deutliche Worte haben damals nur einige wenige Geistliche gefunden, die daraufhin selbst ins Visier der Staatsterroristen gerieten. Archivbilder führten den rund 120 Besuchern den Standort der ehemaligen Hammer Synagoge vor Augen, die nur auf Grund der engen Bebauung der Brandschatzung entging. Eine Seite aus dem Westfälischen Anzeiger zeigte, dass auch die lokale Presse gleichgeschaltet war und die Verbrechen als Ausdruck des "Volkszorns" verharmloste.
Im Wechsel mit den mahnenden Worten der Kirchenvertreter präsentierten die ausgezeichnet disponierten Sänger des Gospelchors der Friedensgemeinde Letmathe eine Auswahl spiritueller Lieder. "Durch die Stürme des Lebens zum Licht", "Wir benötigen unseren Herrn gerade jetzt": Die Liedtexte sprachen eine eindeutige Sprache, denn gerade angesichts des Unfassbaren erhält geistig-spirituelle Führung einen besonderen Stellenwert.
Vor der auf einem Luther-Choral basierenden Friedenskantate des Saxophonisten, Musikpädagogen und Komponisten Hartmut Tripp, fasste dieser den wohl allen Menschen innewohnenden Wunsch nach Frieden in Worte. Auch prangerte er die heutige, nur aufs Materielle bezogene Lebensart an, die viele Menschen, ganze Kontinente und sogar die Erde an den Rand der Katastrophe führe.
Schlagzeuger Benny Mokroß setzte perkussive Signale, die bald in den hebräischen Friedensgruß "Hevenu shalom" mündeten. Unter der Gesamtleitung von Chorleiter Hubert Schmalor gelang den Sängern und Sextett-Instrumentalisten eine bewegende, hochspirituelle Interpretation des Werks.

 
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Kontakt:Hubert Schmalor Berliner Allee 18 58642 Iserlohn Tel.: 02374/13683

 
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